Allergologie

Die Anzahl allergischer Erkrankungen ist seit Jahrzehnten deutlich zunehmend. Allergie bedeutet eine Überempfindlichkeit, bei der das Immunsystem auf bestimmte Stoffe übersteigert reagiert.
Eine genaue Anamnese und Diagnostik ist wichtig, um der jeweiligen Allergie auf die Spur zu kommen um dann gezielt behandeln zu können.
Hierzu biete ich die nachfolgenden Testverfahren an:

Epicutan- oder Pflastertest

Wenn eine Kontakt-Allergie vorliegt, werden die Testsubstanzen mit speziellen Pflastern – meist auf dem Rücken – aufgeklebt. Der Test wird erstmals nach 48 Stunden und dann nochmals nach 72 Stunden abgelesen.
Pflastertests macht man hauptsächlich bei Verdacht auf Allergien gegen Metalle, Kosmetika, Arzneimittelzusatzstoffe oder gegen Materialien, die im Berufsleben verwendet werden.

Prick-Test

Bei diesem Test wird ein niedrigdosierter allergieauslösender Stoff tropfenförmig meist auf die der Innenseite des Unterarms aufgebracht und schließlich mit einer feinen Lanzette durch den Tropfen hindurch oberflächlich in die Haut eingestochen. Nach 20-30 Minuten wird die Lösung abgewischt und das Ergebnis abgelesen.

Scratch-Test

Am Unterarm wird ein kleiner Hautbereich mit einer feinen Lanzette minimal eingeritzt und die Lösungen mit den Allergenen auf die angeritzten Stellen aufgeträufelt.

Intracutan-Test

Beim Intracutantest werden mittels einer Spritze Allergenextrakte unter die Haut gespritzt. Der Test wird an der Innenseite des Unterarms durchgeführt. Nach 20-30 Minuten kann der Test abgelesen werden.

Reibe–Test

Allergietest, bei dem die Haut zunächst oberflächlich mit einer feinen Lanzette angeritzt wird und anschließend das zu testende Allergen nativ eingerieben wird.

Insektengiftallergie (Biene und Wespe)

Bienengift und Wespengift sind die häufigsten Auslöser für allergische Reaktionen auf Insektenstiche in Deutschland.
Der Nachweis erfolgt mittels einer Blutuntersuchung und die Behandlung erfolgt durch eine Hyposensibilisierung, sie führt in rund 90% zum Erfolg.
Beim Vorliegen einer Bienen– oder Wespengiftallergie ist das Mitführen eines „Notfallsets“ erforderlich ( Antihistaminikum, Kortison-Präparat sowie Adrenalinhaltiges Medikament).

Hyposensibilisierung

In vielen Fällen ist die Vermeidung des auslösenden Allergens die beste Therapie. Nicht immer ist dies möglich. Dann bietet sich die spezifische Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung genannt, an.
Die Hyposensibilisierungsbehandlung ist die einzige ursächliche Therapie in der Behandlung von Allergien.
Man versteht darunter die wiederholte Gabe zunehmenden Mengen des auslösenden Allergens unter die Haut, um den Körper allmählich an das Allergen zu gewöhnen. Der klassische Weg ist die subkutane Spritze, aber auch die Einnahme von Tropfen und Tabletten sind eine Möglichkeit. In der Regel erstreckt sich eine Hyposensibilisierungsbehandlung über ca. 3 Jahre.

Praxis Dr. Jansen-Baumann Sprechzimmer 2

Behandlungsraum 2